Die Arena war still.
Lucas lag zusamngesunken auf dem kalten Boden, völlig regungslos. Seine Glieder waren schlaff, seine Brust hob und senkte sich kaum mit flachen Atemzügen.
Seine Augen waren geschlossen—bewusstlos. Kein Zucken. Keine Reaktion. Kein Bewusstsein.
Nur Stille.
Mr. Grayson stand ein paar ter entfernt, die Ar fest verschränkt, sein Kiefer so fest zusamngepresst, dass der Muskel an seiner Schläfe zuckte.
Er starrte seinen Sohn hrere lange Sekunden an, bevor er unter seinem Atem murlte.
"Idiot."
Seine Stim hallte im leeren Trainingszentrum wider.
Er trat vor. Die Barriere war gefallen, als Halden ging. Als er die Arena betrat, blieb die Stille ungestört. Lucas bewegte sich nicht. Noch imr gefangen in Bewusstlosigkeit.
Mr. Grayson kauerte sich neben ihn und starrte auf sein eigenes Fleisch und Blut, als würde er einen Fremden betrachten.
Dann sprach er, seine Stim leise und vor hr als nur Wut zitternd.
"Du nutzloser kleiner Bengel..."
Keine Reaktion. Kein Zusamnzucken. Nicht einmal eine Veränderung im Atem.
Mr. Grayson schaute weg, seine Lippen verzogen sich zu einem bitteren Lächeln, das seine Augen nicht ganz erreichte.
"Ich kann das nicht glauben. All diese Jahre. Das ganze Training. Das ganze Geld. Die ganze Mühe... für das?"
Er stand auf und begann auf und ab zu gehen, seine Stiefel klackerten scharf auf dem Fliesenboden.
"Ich habe dir alles gegeben," sagte er und winkte mit einer Hand in Richtung des bewusstlosen Jungen. "Tutoren. Fitnessstudios. Waffen.
Sogar dieses verdammte Anti-Schwerkraft-Feld, das ich im Keller installieren ließ. Du hattest jeden Vorteil, den sich ein junger Super wünschen könnte."
Seine Stim wurde lauter.
"Und wofür? Du kannst nicht einmal einen Jungen besiegen, der die ganze Zeit halb eingeschlafen aussieht und es nicht einmal versucht?!"
Er trat gegen eine Bank am Rand der Bühne. Sie krachte mit einem scharfen Knall um.
"Weißt du, was das hier sein sollte?" schrie er. "Das war der Plan, Lucas! Ich habe ihn vor Jahren ausgearbeitet!"
Lucas bewegte sich nicht. Er lag einfach da, leblos wie eine weggeworfene Puppe.
Mr. Grayson nahm einen zittrigen Atemzug. Er war nicht nur wütend. Er fiel auseinander.
"Es ging nicht nur um dich. Es ging um mich."
Er fuhr sich mit beiden Händen durch die Haare und ließ ein hohles Lachen ertönen, das durch den leeren Raum hallte.
"Als ich erfuhr, dass Ethan auf diese Schule wechselte, habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dich auch reinzubekomn. Von all inen Söhnen habe ich dich ausgewählt. Du warst im gleichen Alter. Ich dachte, du könntest ihn vernichten.
Ein Zeichen setzen. Und wenn du das getan hättest, würde ich eingreifen—Unterstützung anbieten. Den gnädigen Erwachsenen spielen. Langsam sein Vertrauen gewinnen. Ihn glauben lassen, ich sei jemand, auf den er sich verlassen könnte."
Sein Atem wurde schwerer.
"Und dann würde ich mich seiner Mutter nähern. Lilith."
Er flüsterte ihren Nan wie ein Gebet.
"Die schönste Frau der Welt. Jeder sagt es. Und sie haben Recht. Wie sie geht, wie sie spricht... als wäre sie einem Traum entstiegen."
Seine Stim schweifte ab, gefangen in einer Fantasie, die nie seine war.
"Ich sah ihr wahres Gesicht einmal. Nur einmal. Bei einer Veranstaltung der Superkraft Vereinigung. Sie sang. Und ich wusste—sie war die Eine."
Noch ein bitteres Lachen.
"Sie hat mich nicht einmal angesehen. Aber ich sah ihr Lächeln. Dieses Lächeln war alles. Und in diesem Mont schwor ich, dass ich sie haben würde.
Ich würde alles tun. Sogar alle ine Söhne opfern."
Er blickte wieder auf Lucas hinab.
"Da kamst du ins Spiel. Du solltest ihn besiegen. Ihn demütigen. Ihn schwach aussehen lassen."
Er trat näher, seine Stim leise und hart.
"Und dann würde ich auftauchen. Der gute Kerl sein. Ihm helfen. Ihn trösten. Ihn vielleicht sogar beschützen. Sie würde mir danken. Und mit der Zeit..."
Seine Augen verloren den Fokus.
"Würde sie sich in mich verlieben. Das war der Plan. Und du hast ihn ruiniert."
Er begann wieder auf und ab zu gehen, gestikulierte wild mit den Händen, als würde er eine gescheiterte Aufführung noch einmal durchleben.
"Du hast nicht nur einen Kampf verloren. Du hast dich selbst blamiert. Du hast mich blamiert. Verstehst du überhaupt, was das bedeutet?"
Er erstarrte und starrte auf seinen Sohn hinab.
"Weißt du, wie viele Leute zugesehen haben? Wie viele Augen auf diesen Kampf gerichtet waren? Sie werden sagen, in Sohn sei ein Witz.
Dass ich auch ein Witz sein muss. Dass ich nicht einmal in eigenes Blut trainieren konnte, trotz iner Position in der Superkraft Vereinigung."
Mr. Grayson begann sich Dinge vorzustellen, als könnte er die Blicke der anderen sehen und wie sie ihn ansehen, als wäre er ein Stück Müll, etwas, das entsorgt werden muss.
Er kauerte sich wieder hin und packte Lucas am Kragen. Der Junge wehrte sich nicht—sein Körper schlaff, bewusstlos.
Mr. Grayson schüttelte ihn einmal, hr aus Bosheit als aus Sorge.
"Ich habe es dir gesagt, oder? Ich habe dir gesagt, dass Ethan der Grund ist, warum die Mädchen dich iden. Ich habe es dir jahrelang eingetrichtert! Ich habe dir gesagt, du sollst ihn vernichten! Ihn auslöschen! Damit ich sie haben könnte."
Seine Stim brach.
"Ich habe alles für Lilith getan..."
Er starrte Lucas einen langen Mont an. Dann ließ er langsam den Stoff los und stand auf, klopfte sich unsichtbaren Staub von seinem Mantel.
"Sieh dich jetzt an. Ein verschwitztes, bewusstloses Durcheinander."
Seine Lippe kräuselte sich zu einem höhnischen Lächeln.
"Begreifst du überhaupt, was du mir angetan hast?"
Noch imr regte sich Lucas nicht.
Mr. Grayson drehte sich um und ging zum Rand der Arena. An der nahegelegenen Kontrollkonsole tippte er einige Tasten und aktivierte die Übersteuerung.
Die Lichter wurden gedimmt, und die Karas schalteten sich aus. Der Raum versank in Dunkelheit.
Er kehrte zu Lucas zurück und setzte sich neben ihn, den Rücken an die Wand gelehnt.
"Ich sollte dir wohl danken," murlte er. "Du hast mir geholfen, die Wahrheit zu sehen."
Er atte langsam aus, seine Stim jetzt leiser.
"Es scheint, ich muss deine älteren Brüder besuchen. Sehen, wie weit sie gekomn sind. Oder ob sie genauso sind wie du... wertlos."
Er starrte an die dunkle Decke über ihm.
"Und wenn ich das tue... werde ich sicherstellen, dass Lilith nur mich sieht. Nur an mich denkt."
Die Stille kehrte in die Arena zurück.
Kein Licht. Kein Ton. Kein Zweck.
Nur der schwache Rhythmus von Lucas’ flachem Atem blieb.
Einer gebrochen durch Niederlage.
Der andere verzehrt von Wahnvorstellungen.
Keiner von beiden erkannte—
Sie hatten von Anfang an nie wirklich verstanden, mit wem sie es zu tun hatten.
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