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Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag, es ist der Morgen nach einer kalten und stürmischen Nacht, und der Sonnenaufgang kommt mit seinen schönen Strahlen und der dringend benötigten Wär.

Dieser Morgen... er brüstet sich mit dem schönsten Sonnenaufgang, den ich je erlebt habe, unvergleichlich bis heute. Und so sehr ich mich auch bemühe, ich kann ihn nicht vergessen...

Ich kann nicht vergessen, wie selbst die ewige Dunkelheit, die unsere Welt lange im Griff hatte, an diesem Tag wie zum Zeichen der Anerkennung innezuhalten schien.

Ich fühle noch imr die Wär der Sonne auf inen Wangen, die das Frieren vertreibt.

Der Himl ist an diesem Tag unglaublich schön... zu schön, ich verachte ihn.

Ich höre noch die beunruhigten Schritte ines Vaters, wie er hin und her geht. Ich kümre mich nicht viel darum, doch das sollte sich bald ändern.

Ich höre, wie seine hastigen Schritte in den Raum eilen, als die Strapazen einer dreitägigen Geburt ine Mutter endlich erlösen.

Und ebenso lebhaft erinnere ich mich an die allerersten Worte, die an diesem Tag gesprochen wurden.

in Vater und ine Mutter scheinen beide zu schockiert, um zu sprechen, er steht am Bett, während ine Mutter schwach darauf liegt, und die ersten Worte hat die Hebam ausgesprochen.

’Es ist ein Junge, und schau dir seinen Hals an, Herr! Kleine goldene Schuppen!’ ruft sie aus, hebt ein sorgfältig eingewickeltes Bündel hoch, in allzu deutlicher Erregung.

Goldene Schuppen... genau das war es. Das allererste, was mich in den Augen ines Vaters von Geburt an als unwürdig stempelte.

Die gebrechliche alte Frau hätte ihren Platz kennen müssen, sie hätte besser nicht ein Wort mit solcher Freude in den Augen sprechen sollen, und doch tat sie es... ich verachte sie.

Nach diesen Worten verrät der Gesichtsausdruck ines Vaters viele Emotionen, die er nicht zu verbergen versucht: Freude, Dankbarkeit, Erleichterung ... und was vor allem hervorstach, war Hoffnung.

Hoffnung... sie ist ein geheimnisvolles, mächtiges Gefühl. Die Art von Gefühl, die selbst den Gequältesten Hoffnung auf ein besseres Morgen bewahrt.

In den Augen eines Mannes wie inem Vater, war es ein Gefühl, das lange tot war, bis zu diesem Mont.

’Du hast mich nicht enttäuscht, ine Liebe. Du machst mich stolz.’ lobt in Vater ine Mutter.

Enttäuscht...

Enttäuscht...?!

’Was genau bedeuten seine Worte?!’ frage ich mich.

’Wer war dann die Enttäuschung?!’

Es ist eine Frage, auf deren Antwort ich bereits kenne. Und weil ich die Antwort kenne, verachte ich ihn.

Schwach und kaum bei Bewusstsein, zeigt ine Mutter ein Lächeln. Sie lächelt und sagt kein Wort gegen ihn... doch ihr Blick spricht Bände.

Stolz, da war Stolz in ihren Augen, als sie sieht, wie ihr Mann das kleine Bündel zum ersten Mal hält.

So geblendet von ihrer Liebe zu ihm, erkennt sie nichts Falsches in seinen Worten. Sie sieht keinen Grund, sich für mich einzusetzen, das hat sie nie getan. Und wieder einmal scheint es, als wäre ich die Verrückte... diejenige, die inen Vater für das erkennt, was er ist.’ine Mutter, ine wunderschöne Mutter... sie sagt an diesem Tag kein einziges Wort, vielleicht ist sie zu schwach, um sie auszusprechen, und doch... ich verabscheue sie.

’Komm Asrig, komm und nimm deinen Bruder in den Arm...’ Endlich nimmt in Vater ine Anwesenheit wahr und winkt mich zu sich.

Und so sehr es auch das Letzte ist, wonach mir zumute ist, gehe ich hinüber, strecke ine Hände aus und bin zärtlich zu dem kleinen Bündel, das mir anvertraut wird und kaum etwas wiegt.

Ich drücke ihn an ine Brust, ich fühle seinen kleinen Herzschlag gegen inen, er ist gleichmäßig, er ist kräftig... dann öffnet er seine Augen.

Ungewöhnliche, doch schöne Augen, und ich hätte schwören können, dass ich ihn in diesem Augenblick hätte verabscheuen sollen, doch zum ersten Mal... fand ich nicht alles so absolut verabscheuungswürdig.

Er war kostbar, ja. Er war rein, reiner als ich es jemals zu hoffen wage... vielleicht sogar reiner als ich es bei iner Geburt war, zumindest schien es aus dem Blick ines Vaters so.

Ich sollte nicht schwankend werden, ich sollte den Blick dieser Augen nicht erwidern... Und selbst wenn ich es täte, hätte ich sie von vornherein verabscheuen sollen, denn ich wusste in diesem Mont, dass ich es eines Tages tun würde.

Stattdessen denke ich, er ist rein... unberührt, nicht befleckt von der Dunkelheit, die unsere Welt überflutet.

Eine unbeschriebene Leinwand, man könnte nicht sagen, was darauf gemalt werden würde... und ich hatte Millionen Ideen, ein wunderschönes isterwerk zu schaffen, und so hielt ich das Bündel noch fester.

Anstatt Abscheu, fühle ich endlich Begeisterung in inen Adern aufsteigen, ein seltsas Gefühl der Vorfreude erleuchtet mich, all die Möglichkeiten bringen mich fast zum Zittern vor Erregung, Vorfreude...es gibt nicht ein einzelnes Wort, das dieses Gefühl allein beschreiben könnte.

Wird in Vater am Ende, wenn in isterwerk vollendet ist, imr noch so liebevoll und hoffnungsvoll darauf herabblicken können? Wird ine Mutter imr noch so stolz aussehen? Wird die Hebam es imr noch als so entzückend empfinden?

Ich kann es kaum erwarten zu sehen, was die Zukunft für ihn bereithält...

Was die Zukunft für uns bereithält...

~~~~~~~~~~~

Neveah ließ ein ersticktes Keuchen hören und ließ die Schriftrolle aus ihren zitternden Händen auf den Tisch fallen.

Ein kalter Schauer des Entsetzens lief ihr den Rücken hinunter, während sie die Schriftrolle anstarrte, und ihr Herz zog sich schrzhaft zusamn, bei jedem Atemzug schrecklich schrzend.

Eine Wut, wie sie sie noch nie zuvor gespürt hatte, wallte in ihr auf, so überwältigend, dass sie kaum stillsitzen konnte, und sie zitterte am ganzen Körper.

Zwischen ihren Atemzügen und dem Zorn in ihr konnte Neveah spüren, wie ihr innerer Wolf an die Oberfläche drängte und eine Verwandlung erzwang. Das kribbelnde Gefühl von Fell, das sich durch ihre Haut bohrte, und das vertraute Knacken ihrer Knochen hatten ohne ihre Kontrolle begonnen.

’Was war das für ein Gefühl?’, fragte sich Neveah.

Wut? Verzweiflung? Hilflosigkeit? Oder war es alles zusamn und noch hr?

Es war eine Sache, es zu wissen und es in Jians Augen zu sehen, dass er eine bittere Kindheit durchlebt hatte.

Aber es war etwas ganz anderes, es so intim zu erfahren, dass von dem Mont an, als er in diese Welt kam, ein dunkler und schrzhafter Weg

im Geiste eines gestörten Mannes vorgezeichnet worden war... eines Mannes, der sein eigener Bruder war.

You are reading Die Wiedergeburt von Omega Chapter 664: Eine leere Leinwand (Kap.665) on novel69. Use the chapter navigation above or below to continue reading the latest translated chapters.
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