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~Irgendwo in der Asvarischen Festung

’Elle... Kind...’ Eine Stim rief aus der Dunkelheit, drang direkt in Estelles Bewusstsein ein und hallte in ihrem Kopf wider.

Diese Stim, Estelle kannte sie. Es war die Stim, die imr mit Wär und Liebe erfüllt war, eine Stim, die Estelle Trost spendete, egal, was ihr Herz belastete.

Eine Stim, die Estelle mit nur wenigen Worten alle Sorgen nehn konnte.

"Vater?" rief Estelle, ihre Augen weit aufgerissen und verzweifelt, während ihr Blick durch die Umgebung schweifte.

Erst jetzt nahm Estelle ihre Umgebung wahr, und die Erkenntnis, wo sie war, ließ sie innehalten.

Irgendwie war Estelle wieder in den Hallen des brennenden Schlosses, den Hallen, durch die sie als Kind gerannt war und die sie wie ihre Westentasche kannte.

Diese vertrauten Hallen ihres Zuhauses, ein Ort voller Wär, Liebe und Lachen ... ein Ort, der mit all den wertvollsten und liebsten Erinnerungen gefüllt war.

"B..aber wie?... Fort Blazed ist verschwunden! Ich war draußen im Wald..." fragte sich Estelle verblüfft.

Sie erinnerte sich deutlich daran, dass sie gerade eben noch mit Dante im Wald gewesen war, nachdem sie eine Woche lang nach Süden geritten war.

Wie konnte es sein, dass sie wieder hier war? Wieder zu Hause? In dem Fort Blazed, das direkt vor ihren Augen verschwunden war?

"Könnte es sein ... dass das alles nur ein Traum war?" fragte sich Estelle, während sie eine Hand nach der vertrauten Wand ausstreckte und sie mit einer Hand entlang der Wand zog.

Die Wär, die von den Wänden ausging, war genau so, wie Estelle sie in Erinnerung hatte, und die kleinen Risse im Drachenstein waren genau wie früher, eine raue und rohe Schönheit.

Estelle konnte es nicht verstehen, Jasons Verrat ... das Schwarze Netzwerk, der Angriff auf die Blaue Burg, die Falltür unter dem Altar ihrer Mutter und sogar der Schatz, der ihr anvertraut worden war, war das alles nur ein Traum gewesen?

Ein schrecklicher Albtraum, in dem Estelle alle falschen Entscheidungen getroffen hatte und jeder, den sie kannte und liebte, ihr in einem Augenblick genomn worden war.

"Aber es fühlte sich alles so real an..." murlte Estelle verwirrt vor sich hin.

Sie konnte sich noch lebhaft an alles erinnern, was geschehen war, sie erinnerte sich lebhaft an den Schrz und die Verzweiflung, die ihren Geist verzehrten... den Schrecken, der sie ergriff und sie bis auf die Knochen frösteln ließ.

An die unerträglichen Schrzen, die ihr der schreckliche Zauber bereitet hatte, als er wirkte, und an die Scham und den Selbsthass, mit denen sie in den letzten Tagen gekämpft hatte.

Wie konnte das alles nur ein Albtraum gewesen sein? Wie konnte sich ein Albtraum so real anfühlen?

Estelle konnte es nicht begreifen, sie konnte nicht begreifen, was da geschah.

"Aber wenn dies das Zuhause ist ... dann ist diese Stim ..." dachte Estelle und erinnerte sich an die Stim, die sie gerade gehört hatte.

Ohne Zeit zu verlieren, rannte Estelle die Flure hinunter, in Richtung des Arbeitszimrs ihres Vaters, von dem sie wusste, dass sie ihn imr finden würde.

Lord Starron saß imr dort und wartete auf Estelles morgendliche Begrüßung, nachdem er von einer Flugpatrouille zurückgekehrt war, und er war sich sicher, Estelle damit zu necken, dass sie imr noch so sehr an ihm hing.

Estelle beschleunigte ihre Schritte, bis sie das Arbeitszimr ihres Vaters erreichte, stieß die Tür auf und stolperte hinein.

Genau wie Estelle es erwartet hatte, saß Lord Starron genau dort und sein Blick schnellte zu ihr hoch, als sie hereinstolperte.

"Vater! Scales, du bist hier!" rief Estelle erleichtert aus, wobei ihr die Tränen unkontrolliert aus den Augen glitten.

Estelle stürzte auf ihren Vater zu und warf sich in seine Ar, schluchzte laut und klamrte sich an ihren Vater, als ob ihr Leben davon abhinge ... und das tat es auch.

Es hieß, man wisse nicht, wie wertvoll ein geliebter nsch war, bis er von einem gegangen war.

Estelle war anders, sie hatte imr gewusst, wie wertvoll ihr Vater war... Estelle schätzte ihn hr als alles andere.

Was Estelle jedoch nicht gewusst hatte, war, wie verheerend und unerträglich das Leben ohne ihren Vater sein würde, und das hatte sie in den letzten Tagen deutlich gespürt.

Jeder Tag seit jener Nacht war quälender als der vorherige, Estelle fand kaum noch Schlaf und jede Mahlzeit schckte auf ihrer Zunge grauenhaft.

Ihre Welt hatte sich plötzlich in einen endlosen Abgrund verwandelt, und Estelle war mitten hindurchgefallen und hatte einfach weitergestürzt, ohne Halt zu finden.

Als wäre ihre Welt plötzlich in Dunkelheit getaucht, konnte Estelle den Weg nicht hr sehen, egal wie viele Schritte sie weiterging.

Wenn Dante nicht gewesen wäre... war Estelle sicher, dass sie nicht hr weitergehen konnte.

Wie sollte irgendjemand verstehen, wie es ihr seit jener Nacht ergangen war?

"Warum? Bist du nicht begierig, mich zu sehen? Ich war einen Tag lang weg, Elle ... Man könnte inen, es seien Monate gewesen. So eine Heulsuse." tadelte Lord Starron, obwohl seine Lippen zu einem zärtlichen Lächeln verzogen waren.

Estelle schluchzte nur noch heftiger bei den Worten ihres Vaters, seinem vertrauten tiefen Bariton und der Wär in seiner Stim.

Das langsa, rhythmische Klopfen auf ihren Rücken, mit dem Lord Starron Estelle tröstete, wann imr sie in Zeiten der Verzweiflung zu ihm kam.

Das Vibrieren seiner Brust, wenn er amüsiert kicherte, und sein Duft, der so vertraut war.

"Ich dachte, ich hätte dich verloren... alle waren weg... Ich war die Einzige, die noch übrig war..." Estelle schluchzte am Boden zerstört auf.

"Wie kann es sein, dass ich in kostbares Kind verlassen würde? Du bist Vaters Lebensader, weißt du..." erinnerte Lord Starron in einem beruhigenden Ton.

"Aber du hast es getan ... es ist passiert! Alles verschwand, genau wie die verlorene Insel ... alles war weg." beharrte Estelle und umarmte ihren Vater fester.

"Wie ich sehe, hattest du einen schrecklichen Albtraum, ine Liebste." murlte Lord Starron besorgt.

"Es war furchtbar, Vater! Schrecklich! Das Schwarze Netz kam ... Du hast mir befohlen, mit dem Schatz zu verschwinden, um ihn zu beschützen! Ich habe mich rausgeschlichen... aber es war so schwer, rauszukomn... I..." verriet Estelle, imr noch zitternd, und ihre Stim versagte am Ende, als ihr Schluchzen imr heftiger wurde.

"Ich habe dich gebeten zu gehen?... wohin?" fragte Lord Starron.

"Um..." Estelle begann zu antworten, aber dann brach sie ab.

Als ich einen Alptraum vor diesem hatte... Vater würde mich nie daran erinnern lassen...’ dachte Estelle bei sich.

You are reading Die Wiedergeburt von Omega Chapter 218: Vielleicht, ein Alptraum... (Kap.218) on novel69. Use the chapter navigation above or below to continue reading the latest translated chapters.
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