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Die Stille ihres Pakts hing in der Luft wie ein schwerer und scharfer Schatten, der sich weigerte zu verschwinden, aber sie dauerte nicht ewig.

Die Halle schien lebendig, als hätten sich die Wände aus Knochen und Stein daran gewöhnt, mit dem Gewicht der beiden Gestalten im Inneren zu atn.

Jede Oberfläche wirkte dünn gedehnt von Erinnerungen, als wären die Schreie, die einst diese Kamr erfüllten, tief in das Mark der Wände eingraviert und warteten darauf, wieder zu hallen, wenn jemand es wagte, genau genug zu lauschen.

Valakar blieb regungslos auf seinem Thron, seine massive Gestalt wie aus dem zackigen Turm verschmolzener Knochen herausgewachsen.

Die schwachen Adern verdorbenen Rots, die durch den Thron krochen, pulsierten jetzt langsar, stetig, geduldig, im Rhythmus eines ruhenden Raubtiers, das nicht jagen musste, wenn es bereits wusste, dass seine Beute komn würde.

Drosirael stand nicht weit von ihm entfernt, nahe der Basis des Throns, und sein Mantel aus Schatten war unruhig auf eine Weise, die an sser erinnerte, die ihre Schärfe testen.

Die Ranken lebendiger Dunkelheit glitten über den Boden, schnitten dünne Rillen in den Stein, und sie kan nie zur Ruhe.

Es fühlte sich weniger an wie zwei Männer, die zusamnstanden, und hr wie zwei Monunte aus einem anderen Zeitalter, Statuen, die einander mit stiller Herausforderung anstarrten, doch die Luft zwischen ihnen trug hr Spannung als jede im Krieg gezogene Klinge.

Es war keine neue Spannung. Es war die Art von Gewicht, die so weit in die Zeit zurückreichte, dass keine sterbliche Geschichte sie ssen könnte.

Drosirael sprach zuerst. Seine Stim war ruhig, sanft, aber unter der Oberfläche hatte sie die Schärfe geschliffenen Stahls, eine Stim, die das Versprechen von Blut trug. "Erinnerst du dich," fragte er leise, "an die letzte Welt, die wir geinsam überfielen?"

Die Art, wie er es sagte, klang fast wie eine liebe Erinnerung, eine Geschichte, die von einem Mann erzählt wurde, der an einen fernen Sieg dachte.

Doch die Schatten, die sich zu seinen Füßen wanden, verrieten ihn, zitterten vor Hunger, als könnten sie selbst die Erinnerung schcken.

Valakars Augen verdunkelten sich für einen Mont, das kränkliche Glühen in ihnen sank tief, und dann wurden sie wieder schwach heller, als würden sie direkt auf den Gedanken antworten.

Seine Antwort kam langsam und tief, stetig wie berstendes Gestein. "Ich erinnere mich. Eine Welt, die sich für unangreifbar hielt.

Tür aus Gold, die das Licht ihrer Sonne einfingen, Flüsse, die sangen, wenn sie sich bewegten, Sterbliche, die glaubten, ihr Mut würde sie vor allem schützen, was außerhalb ihres Himls wandelte.

Sie standen stolz, zu stolz. Sie hielten sich für unangreifbar."

Drosirael neigte seinen Kopf leicht, sein Mund verzog sich zu einer schwachen, grausan Kurve. "Und doch brauchte es nur Flüstern.

Nur Flüstern, Valakar. Nichts weiter als das Versprechen von Ewigkeit, die Lüge von Thronen, die niemals zerbröckeln würden. Wir haben nie eine Hand erhoben, nicht am Anfang.

Sie haben die Arbeit für uns erledigt." Sein Lachen entwich tief und scharf, glitt durch die Kamr wie Klingen, die über alte Knochen kratzen.

"Ihre Könige verkauften das Blut ihrer eigenen Kinder für Schmuckstücke aus Schatten. Ihre Priester tauschten den Rest ihres Glaubens gegen Visionen, die ich nie zu gewähren gedachte.

Sie bettelten um Wunder, aber was sie bekan, waren Käfige. Und die Kinder..." Seine Schatten erzitterten plötzlich, ihre Kanten klirrten wie dünne Klingen, die aufeinanderschlugen, als würden sie den Gedanken genießen.

"Erinnerst du dich an die Käfige, Valakar? Erinnerst du dich, wie ihre Schreie zu Gebeten wurden, nachdem wir ihnen gesagt hatten, dass ihre Tränen die Sterne nährten?"

Valakar lachte nicht. Er lachte nie. Stattdessen pulsierte sein Thron unter ihm, ein dumpfer Herzschlag, der sich wie eine Troml durch den Boden ausbreitete.

"Ich erinnere mich an die brennenden Wälder," sagte er langsam. Seine Stim trug keine Emotion, nur Erinnerung.

"Ich erinnere mich an den Stolz ihrer Aren, als sie marschierten, um gegen uns zu kämpfen, und sich für stark hielten.

Ich erinnere mich, als sie erkannten, dass ihre Götter bereits vor uns gekniet hatten, und dass nichts, was sie bauten, noch Bedeutung hatte."

Sein Blick senkte sich zu den Sterblichen, die zu seinen Füßen knieten, Kultisten, die in ihrem endlosen Gebet zitterten, ihre Körper tief gebeugt.

Für einen Mont war es, als sähe er durch sie hindurch in die Vergangenheit. "Und ich erinnere mich, als der letzte von ihnen um Gnade bettelte, ohne zu erkennen, dass Gnade nie Teil unseres Plans war."

Drosiraels Schatten schwollen an, als wären sie erfreut, als würde die Erinnerung selbst sie nähren. "Die Überlebenden sangen wunderschön, während die Bestien an ihnen schmausten," sagte er mit grausar Freude.

"Ihre Lieder klingen noch imr in inen Ohren. Lieder der Verzweiflung tragen weiter als jede Hymne der Hoffnung. Vielleicht wird diese Erde auf dieselbe Weise singen.

Vielleicht noch lauter. Dieser Direktor von ihnen, der sich so klug und unnachgiebig glaubt, klingt wie jemand, der süßer weinen könnte als der Rest, wenn die Mauern endlich nachgeben."

Valakars Augen verengten sich, das Glühen in ihnen scharf. "Er ist stur," gab er zu. "Zu stur.

Das macht ihn gefährlich. Er ist kein weiterer Narr, der Schatten anschreit. Er sieht hr, als er sollte.

Und deswegen kann ich nicht zulassen, dass er San der Stärke pflanzt, wo nur Fäulnis wachsen sollte."

Drosirael bewegte sich, sein Mantel aus Schatten kratzte über den Boden, als er sich drehte. Dünne Rillen öffneten sich unter seinen Schritten und bluteten schwache Schwaden schwarzen Rauchs.

"Dann sag mir, Valakar, wie viele Wurzeln hast du bereits hier hinterlassen? Wie viele Kulte flüstern deinen Nan im Gehein, während diese Insekten glauben, dass ihre Mauern sie schützen?"

Der uralte Thron pulsierte, Adern von mattem Rot leuchteten heller auf, als wären sie durch die Frage geweckt worden.

Valakars Stim rollte durch die Kamr wie eine langsa Welle. "Die Wurzeln wurden vor langer Zeit gesät. Sie starben nie.

Sie schliefen nur und warteten auf den Mont des Erwachens. Fünf große Kulte bleiben verborgen, tief verwurzelt an Orten, die ihre Anführer nie zu durchsuchen wagen.

Drei weitere liegen verstreut, kleiner, aber lebendig in den Rissen ihrer Städte. Sie denken, sie wären verschwunden, aber sie sind nicht verschwunden.

Sie warten. Sie wachsen in der Stille. Sie kriechen durch jede Spalte, die diese Sterblichen unversiegelt lassen."

Drosiraels Mantel breitete sich weiter aus, wogte wie Flügel, die die Luft selbst durchschnitten. "Gut. Dann werde ich ine Note hinzufügen.

Ich werde Jünger senden – keine gewöhnlichen, sondern ine auserwählten Klingen, ine Kinder. Krieger, die nicht nur Fleisch schneiden, sondern in die Seele schnitzen.

Sie werden wissen, wie man erntet, was unter der Haut liegt. Lass die Sterblichen sich in ihren falschen Spielen verstecken, in ihren Prüfungen und Illusionen der Sicherheit, sogar in ihren Maschinen und ihren virtuellen Welten.

Es macht keinen Unterschied. Eine Seele kann in jeder Welt gebrochen werden."

Die Kultisten, die gegen den Boden gepresst waren, zitterten, einige erstickten an ihren Gesängen, als würden die Worte selbst sie schneiden.

Aber ihre Angst machte die Luft nur schwerer, dick vom Gestank des Gebets, das zu Verzweiflung verdreht wurde.

Valakar atte langsam ein, seine Brust hob sich, seine Stim ein Grollen, das durch den Boden vibrierte.

"Dann beginnt es. Ihre Mauern werden nicht durch Stärke niedergerissen. Sie werden unter Verzweiflung zusamnbrechen.

Wenn ihr Glaube verrottet, wenn ihre eigenen Wächter Zweifel in ihre Leute träufeln, wird die Ernte komn. Und wenn es soweit ist, werden ihre Schreie höher steigen, als ihr Mut je reichte."

Drosiraels Augen glänzten schwach unter seiner Kapuze, scharf wie kaltes Feuer. "Sterbliche denken imr, Stärke sei das, was sie zerstört.

Aber es ist Verrat. Imr Verrat. Lass sie glauben, ihre Anführer seien stark, lass sie denken, ihre Götter wachen über sie, und dann reiß alles weg.

Wenn ihre Götter schweigen und ihre Mauern nicht halten, wenden sie sich gegeneinander. Das tun sie imr. Verzweiflung ist die Kunst, Valakar. Verzweiflung ist das Festmahl."

Der uralte Gott sprach nicht. Er musste es nicht. Sein Schweigen war bereits eine Zustimmung. Sein Thron pulsierte jetzt stärker, die roten Adern krochen tiefer in den Knochenturm, als würde das Land selbst sich vom Gedanken der Verzweiflung nähren.

Die Stimn der Kultisten erhoben sich in gebrochenem Rhythmus, rissig und ungleichmäßig, ihre Angst verzerrte die Silben ihrer Gesänge.

Dennoch beteten sie, weil Angst selbst eine Form des Gebets in dieser Halle war, und ihr Terror ihren Göttern hr gefiel als Glaube es je war.

Drosirael begann sich zu bewegen, ging langsam zum entfernten Rand der Halle. Seine Schritte schnitten schwarze Linien in den Stein, jede schwach rauchend.

Die Schatten vor ihm teilten sich wie Vorhänge und öffneten sich zu einem breiten Balkon. Von dort aus erstreckte sich der Blick über das zerbrochene Land dahinter. Valakar erhob sich nicht von seinem Thron, aber sein Blick folgte.

Die beiden Götter standen dann zusamn, einer sitzend, einer stehend, aber beide starrten hinaus über ein Land, das nichts als Ruinen war.

Der Himl darüber blutete schwarz und rot, Wolken trieben wie zerrissene Wunden, die sich weigerten zu schließen. Flüsse aus Asche wanden sich unter ihnen, träge, dick, wie aufgeschnittene Venen über die Welt.

Der Boden stöhnte in der Ferne, spaltete sich und heilte wieder, Risse, die sich an jede Narbe zu erinnern schienen, die ihre Füße vor langer Zeit hinterlassen hatten.

Für eine Weile standen sie in Stille, die Art von Stille, die keine Worte brauchte. Über ihnen versuchten schwache Sterne, durch den Dunst zu dringen, aber selbst ihr Licht wirkte kalt und weit weg.

Drosiraels Lachen schnitt schließlich durch, tief und scharf, in die Luft getragen, als würden die Wolken selbst davor zurückweichen.

"Lassen wir sehen," sagte er, seine Stim stetig und grausam. "Lassen wir sehen, ob diese Erde so schön singt wie die anderen, als sie brannten."

You are reading Incubus Leben in einer Welt von Superkraft-Nutzern Chapter 384: Erinnerst du dich an die letzte Welt, die wir z on novel69. Use the chapter navigation above or below to continue reading the latest translated chapters.
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