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"Geht es dir gut?" fragte Neveah mit einer kleinen Stirnrunzel.

Die zierliche Frau blickte zu Neveah auf, und Neveahs Augen weiteten sich alarmiert, als sie eine dicke, neblige Finsternis in das Weiße ihrer Augen sickern sah.

Die dunkle Masse wirbelte, als würde sie direkt aus ihren Augen strön, und Neveah konnte nur entsetzt starren.

Ihr Blick folgte von den Augen der Frau herab zu den Seiten ihres Gesichts, wo die Adern schwarz und hervorstechend waren.

Ein fahler Gestank hatte die ganze Zeit in der Luft gehangen, und Neveah erkannte schließlich die Quelle.

’Dunkle Magie...’, dachte Neveah besorgt und unzufrieden bei sich.

Dieser Wechsel in Neveahs Gefühlswelt genügte, um Devirld erneut an die Oberfläche treten zu lassen.

’Lass mich heraus, und ich werde sie von den Wurzeln her ausrzen... jeden einzelnen Strang dunkler Magie, fort...’, versprach Devirld verführerisch in Neveahs Gedanken, als würde er ihr die Welt schenken, wenn sie nur seine Hand ergreifen würde.

Und er würde es tun, das wusste Neveah. Es sich selbst zu geben, denn Devirlds Hände zu ergreifen, bedeutete, dass sie aufhören würde zu existieren, wie sie jetzt war, sie würde zu einer Version von sich selbst werden, die sie nicht kannte.

Neveah blickte auf ihre Hand hinunter, die noch imr die der zierlichen Frau hielt; ein schwacher goldener Schein ging von ihr aus, kaum sichtbar für jeden anderen außer Neveah selbst.

Neveah beobachtete, wie die geschwärzten Adern von der Berührungsstelle bis zu den Augen der Frau vertrieben wurden, bis die neblige Dunkelheit völlig verschwunden war.

In diesem Mont fühlte Neveah sich benomn und schüttelte rasch den Kopf, um ihre Sicht zu klären, und ihre vorübergehend verschwomne Sicht normalisierte sich wieder.

’So einfach... ich werde alles für dich tun, und noch viel hr. Wirst du mich nicht vollständig akzeptieren? Ich selbst habe unser geinsas Schicksal akzeptiert... wir sind füreinander bestimmt, Oga.’, flüsterte Devirld in seinem eindringlichen Ton.

’Sei einfach still!’, knurrte Neveah Devirld barsch an, eine Zurechtweisung, die ihm nicht wirklich gefiel.

"Veah? Veah?" Corans Stim holte Neveah zurück in die Wirklichkeit.

In diesem Mont realisierte Neveah, dass alle sie anstarrten, nicht nur das Paar, der Kommandant der Stadtwache und Coran, sondern auch die nschennge an den Toren.

"Deine Augen..." Die zierliche Frau, deren Hand Neveah imr noch hielt, stamlte entsetzt.

Neveah dachte, es wäre nur fair gewesen, wenn sie gleichartig auf das hätte reagieren können, was sie gerade in den Augen der Frau gesehen hatte.

Schnell ließ Neveah die zierliche Frau los, trat einen Schritt zurück, drehte ihr Gesicht weg und schloss die Augen, um Devirlds Einfluss zu verbergen.

Devirld brodelte in Neveahs Geist und sie wusste, dass sie ihn hier draußen nicht unterdrücken konnte, wo so viele Augen auf sie gerichtet waren.

"Die Dünen sind zu dieser Zeit gefährlich, kein Ort für jemanden mit einer Krankheit, und all unsere Ärzte sind andersweitig verpflichtet. Übermittle dem Kommandanten deine Nachricht und kehre dorthin zurück, woher du gekomn bist", sagte Neveah entschieden.

Ohne zurückzublicken, drehte sich Neveah um und ging zurück in die Stadt, dicht gefolgt von Coran.

Der Ritt zurück zur Burg verlief schnell, und als sie ankan, beeilte sich Coran, an Neveahs Seite zu sein, gerade als sie von ihrem Pferd abstieg und auf wackeligem Boden leicht taulte.

"Zurücktreten", wies Coran die Burgenwachen an, die Neveah zu Hilfe eilen wollten.Neveah nahm kaum Notiz, sie war lediglich erleichtert, dass sie es bis zum Schlossgelände ausgehalten hatte. Ihr Zustand war den Bewohnern von Schloss Dune wohl bekannt.

In Neveahs Kopf tönte ein durchdringendes Klingeln, und sie hätte schwören können, Blut aus ihren Ohren tropfen zu fühlen. Devirld lag knapp unter der Oberfläche und wie imr wollte er sich nicht ohne Widerstand unterdrücken lassen.

Doch diesmal war es anders. Neveah wusste nicht, warum dies eine ihrer heftigeren Episoden war; sie hatte emotional kaum etwas durchgemacht, dennoch war es so.

"Everon... bring mich zu Everon", wies Neveah Coran an.

Coran handelte unverzüglich, stützte Neveahs Gewicht, und geinsam eilten sie zu Everons Arbeitszimr, wo Everon und eine sichtlich erholt wirkende Isalder leise miteinander sprachen.

Beim Anblick Neveahs allerdings zeigten beide Alarm. Neveahs Blick fiel auf Isalder, dann auf das Baby, das Isalder im Arm hielt.

"Isa, nimm das Kleine weg... Mir wird es schon besser gehen", sagte Neveah zu Isalder.

Isalder zögerte offensichtlich, blickte dann jedoch auf ihr Baby, nickte und entfernte sich.

Coran half Neveah, sich hinzusetzen, und sie atte auf, die Zähne fest zusamngebissen.

"Was hat ihn diesmal ausgelöst?", fragte Everon Coran, während er geschäftig herumlief, um alles zu holen, was er brauchte, um sich um Neveah zu kümrn.

"Ich kann es nicht sagen. Einen Mont war alles in Ordnung und im nächsten...", brach Coran ab.

"Hast du Devirlds Magie eingesetzt, Veah?", fragte Everon und hockte sich vor ihr nieder.

Neveah zuckte sichtlich zusamn, nickte jedoch einmal.

"Wider deinen Willen?", fragte Everon erneut, worauf Neveah abermals nickte.

"Schuppen!", fluchte Everon und stand auf, holte ein Glas Wasser und reichte Neveah eine Pille.

Sie nahm die Pille und schluckte sie mit ein paar Schlucken Wasser hinunter. Dann lehnte sie sich erschöpft in den Stuhl zurück und atte schwer.

Es dauerte nicht lange, und Devirld zog sich zurück. Neveah war wieder sie selbst.

"Coran... hast du etwa rkwürdiges an jener Frau berkt?", erkundigte sich Neveah mit müder Stim.

Coran überlegte kurz, schüttelte dann aber den Kopf.

"Sie schien recht krank, aber kurz bevor wir gingen, sah sie plötzlich besser aus... Ich bin nicht sicher, ob sie wirklich krank war oder ob es Täuschung war. Ansonsten berkte ich nichts Ungewöhnliches", berichtete Coran an Neveah.

"Nichts Ungewöhnliches... hast du keine dunkle Magie gespürt?", hakte Neveah nochmals nach, um sicherzugehen.

Coran schüttelte den Kopf und seine Stirn legte sich in besorgte Falten.

"Soll ich sie zur Befragung holen?", fragte Coran Neveah.

"Nein, nein... lass es sein. Vielleicht bin ich einfach übersensibel. Mit Devirld kann ich inen eigenen Sinnen nicht hr trauen", murlte Neveah.

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