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Die Welt verlangsamte sich um Neveah herum zum Stillstand, das Kreischen und Heulen des Todessturms verblassten im Hintergrund, als hätten sie in ihrer Welt keine Existenz hr. Neveah registrierte nicht einmal, dass sie fiel... es war schwer, irgendetwas anderes zu erfassen, während ihr Geist noch von dem Wort hallte, das ihr Wolf gerade durch ihre Verbindung geflüstert hatte.

"Gefährte..." hatte Neveahs Wolf in einem tiefen, erstaunten Tonfall gesagt.

Es war nicht wie die bestimmte Erklärung, die die isten erlebten, oder wie die zögerliche Enthüllung, die ihr Wolf zeigte, als er Alessio als ihren Gefährten identifizierte, dies war anders. Es war eine Aussage, eine leise, nachdenkliche Aussage, die sowohl auf Wolf als auch auf nsch einen tieferen Eindruck hinterließ als jedes andere Gespräch, das sie je geführt hatten.

Neveah hätte schwören können, dass sie bei diesem Wort Blut gehustet hätte, wenn sie nicht gerade in den Tod stürzen würde. So unglaublich es auch war, so unmöglich es auch schien... die elektrisierenden Erschütterungen, die Neveah durchströmten, erzählten eine ganz andere Geschichte, eine, die sie nicht zu begreifen wagte.

Neveah konnte nur in diese großen Drachenaugen starren, die genauso geschockt waren wie sie. Der Wind jaulte um Neveah, eine nicht gerade war Erinnerung daran, dass ihr Sturz in den Tod noch nicht vorbei war.

’Er ist ... unser Gefährte...’ dachte Neveahs Wolf erneut, als ob Neveah noch eine Ankündigung bräuchte, um es wirklich zu verstehen. Ihr Wolf könnte es tausend Mal sagen, und Neveah würde es dennoch nicht fassen können. Hatte das Wort ’Gefährte’ jetzt eine neue Bedeutung? War ein Seelengefährte nicht hr das, was sie kannte? Was sollte das alles bedeuten? Welche Gedankenspiele wurden hier mit ihr betrieben?

Andererseits begannen viele Dinge Sinn zu ergeben... viele verworrene Gefühle ordneten sich endlich. Die Erkenntnis kam unerwartet, aber warum hatte Neveah das Gefühl, dass sie es irgendwie schon imr gewusst hatte? Tief im Inneren war etwas am Drachenkönig von Anbeginn anders gewesen – von dem allerersten Mont, als sie seine Augen erblickt hatte.

Doch was half es, darüber nachzudenken, wenn sie jeden Mont bei der Landung in Stücke zerschttert werden könnte? Neveah schloss ihre Augen und bereitete sich auf ihr Schicksal vor.

"Veah... Veah... Verlier das Bewusstsein nicht! Schau mich an! Warte auf mich..." Die Stim von König Jian hallte in Neveahs Geist wider. Neveah riss ihre Augen wieder auf und sah den golden geschuppten Drachen, der direkt auf sie zuflog, die Augen zusamngekniffen.

’Ich kann ihn hören... Ich kann ihn sogar jetzt hören ... Ohne Hautkontakt...’ dachte Neveah. Nun erst realisierte sie, dass all dies schon einmal passiert war.

’Du ... warte auf mich.’

Einmal, vor langer Zeit... genau diese Worte hatten in ihrem Geist nachgehallt, und sie hatte nie realisiert, wer sie zu ihr gesagt hatte, bis jetzt.

’Als wir uns das erste Mal trafen... hast du zu mir gesprochen... du hast mich gebeten zu warten... auf dich zu warten...’ dachte Neveah an ihn zurück. Die Veränderung in König Jians Augen war Bestätigung genug, dass ihm bis jetzt nie bewusst war, dass Neveah seine Gedanken in jener Nacht gehört hatte...

So wie Neveah nie verstanden hatte, was geschehen war oder wer zu ihr gesprochen hatte.Aber was beiden klar war, war die Tatsache, dass sich ihre Verbindung bereits am ersten Tag ihrer Begegnung offenbart hatte. Doch keiner von beiden hatte es erkannt...

_________________

Wie fühlt es sich an, seinen wahren Gefährten zu finden? Es gibt viele verschiedene Geschichten unter den Drachen...

So viele, dass man leicht zu dem Schluss komn könnte, dass dieser eine Mont, in dem zwei verbundene Seelen sich zum ersten Mal erkennen, für jeden Drachen anders ist.

Einst, lange bevor er von hr Verlust überwältigt wurde, als ein nsch ertragen sollte,

bevor der einzige Zweck seiner Existenz die Verantwortung für sein Volk wurde,

als sein Herz eine gewisse Freiheit kannte und seine Bürde leichter war, hatte sich Jian auch gefragt, wie es sich anfühlen würde...

Welche Gedanken würden ihm durch den Kopf gehen?

In welchem Rhythmus würde sein Herz schlagen?

Wie und wo würden sie sich treffen?

Nie hätte Jian in seinen kühnsten Träun erwartet, dass er seinen wahren Gefährten in den dunklen Landen treffen würde, gerade als er unvorsichtig genug war, sie fallen zu lassen.

Nie hätte er erwartet, dass sein Herz anstelle eines Rhythmus zum Stillstand komn würde, genau wie der Rest seiner Welt.

Sein Herz stand still, als der vertraute Schrecken ihn packte, ein Schrecken, der ihn in der letzten Nacht jeden Tag heimgesucht hatte.

Dieser eiskalte Schrecken, der ihn in diesem Mont ergriff, als er in ihre leblosen Augen starrte und nichts anderes tun konnte, als zuzusehen... zuzusehen, wie ihr das Leben genomn wurde.

Endlich wurde das verschwomne Gesicht der Frau aus seinen Träun in Jians Kopf klar.

Das Objekt all seiner Albträu, das tiefe Gefühl des Verlustes, das ihn plagte, und der herzzerreißende Schrz spielten sich alle auf einmal in Jians Kopf ab, und er verstand alles.

Neveah... es war die ganze Zeit Neveah.

Diejenige, die er nicht beschützen konnte... diejenige, die er verloren hatte... sie war die ganze Zeit über direkt vor seinen Augen gewesen.

Und dann überkam ihn eine Panik, wie sie König Jian noch nie zuvor verspürt hatte.

Sie einmal zu verlieren war genug... sie einmal zu enttäuschen war genug. Diesmal nicht... nie wieder. König Jian schwor feierlich, sich selbst und dem Schöpfer darüber.

"Veah... Veah... Verliere nicht das Bewusstsein! Sieh mich an! Warte auf mich..." dachte Jian zu Neveah.

’Als wir uns das erste Mal trafen... hast du zu mir gesprochen... du hast mich gebeten, zu warten... auf dich zu warten...’ Neveahs Stim antwortete, eine war, beruhigende Stim in seinen Gedanken, trotz der Gefahr, die sie von allen Seiten bedrohte.

Jians Augen weiteten sich ein wenig, er erinnerte sich jetzt daran... dass in der Nacht, als er Xenon ins Wolfsgebiet gefolgt war, alles begonnen hatte.

Nein, es hatte schon viel früher begonnen...

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