’Wie bildet sich das Unterbewusstsein eines nschen? War es imr eine Leere, dunkel und karg, ohne Sicht auf irgendwelche Dinge? Oder war das nur bei Neveah so?
Unterschied sich die Welt des Unterbewusstseins von nsch zu nsch? War sie ein Spiegel des Charakters? Der Persönlichkeit? Der vergangenen Erfahrungen? Oder spielte das alles keine Rolle?
Bis jetzt hatte Neveah sich nicht viel Gedanken darüber gemacht, nicht einmal, als ihr diese Welt der Dunkelheit im eigenen Geist bekannt war, wo ihr Bewusstsein imr wieder landete, öfter als sie es sich selber zugestehen wollte.
Die iste Zeit, wenn sie von dieser Dunkelheit verschlungen wurde, war Neveah sich dessen nicht bewusst.
Ihr Bewusstsein wurde von der Dunkelheit völlig überwältigt, doch dieses Mal war Neveah hellwach und aufrksam, gefangen in ihrem eigenen Geist, nur begleitet von ihrem eigenen Leid, ihren Gedanken und den Worten, die um sie herum gesprochen wurden.
Neveah wusste nicht, warum es dieses Mal anders war, warum sie sich ihrer Umgebung vollkomn bewusst war und alles hören konnte - die panischen Schreie, die Diagnosen, narx’s Bestürzung, Cassians Bericht; sie konnte alles hören.
Ausgerechnet jetzt, wo sie lieber in Vergessenheit geblieben wäre und nichts gewusst hätte, lief natürlich nichts nach ihrem Wunsch.
Neveah saß mitten in der Dunkelheit, die Knie an die Brust gezogen, die Stirn auf die Knie gelegt, das Gesicht verborgen - zumindest war das die Szene, die Neveahs Unterbewusstsein heraufbeschwor.
„narx, du bist jetzt schon den ganzen Tag an Veahs Bett. Du solltest dich etwas ausruhen, ich kümre mich um sie", erreichte Neveah die Stim von Lady Kaliana, die narx ablösen wollte.
„Es geht mir gut.", war narx’ einzige Antwort, dieselbe, die er auch allen anderen gegeben hatte, die sich um ihn sorgten.
Neveah spürte seine Verzweiflung, sie konnte den Selbsthass in seinem Ton hören, und es war umso quälender, weil sie nichts tun konnte, um seinen Schrz zu lindern.
Wie konnte sie narx helfen, wenn sie ihren eigenen Schrz nicht lindern konnte?
Was auch imr passiert war, welche Wahnsinnigkeit sich in der großen Halle enthüllt hatte, diese absurde Realität, mit der Neveah sich noch auseinandersetzen musste, es war ihnen beiden gegenüber ungerecht... das hatten sie nicht verdient.
Die Qualen, die narx durch seine Schuppen erleiden musste, hatten zwar nachgelassen, aber da war imr noch ein dumpfer Schrz, der einfach nicht weichen wollte.
Neveah war sich nicht sicher, ob sie aufwachen wollte, denn sobald sie es tat, würde alles nur noch realer werden.
Wie sollte sie der Realität ins Auge sehen, dass narx’ vorherbestimmte Adrienne war und sie nur eine Fälschung? Ein Ersatz?
Selbst wenn sie aufwachen wollte, wusste sie nicht wie, und sie hatte weder die Kraft noch den Willen, einen Ausweg aus dem Gefängnis ihres Geistes zu suchen.
Ein leises Knurren erreichte Neveah und sie blickte langsam auf, eine viel kleinere Version ihres Wolfes erblickend, die sie anstarrte.
„Hallo...", murlte Neveah zur Begrüßung, sie hatte für einen Mont vergessen, dass ihr Geist nicht nur ihr allein gehörte, sondern auch von einer anderen Existenz bewohnt wurde.
Neveahs Wölfin beobachtete sie einen Mont lang in Stille, ein vielsagender Blick in ihren leuchtenden Augen, dann rückte sie näher und setzte sich an Neveahs Seite.
"Ich hatte für einen Augenblick vergessen, dass ich nie wirklich allein sein kann. Du und ich, wir sind alles, was wir haben ... es war schon imr so und so soll es auch sein." murlte Neveah und strich sanft über das Fell ihres Wolfes, während sie lächelte.
Ein weiteres leises Knurren kam von Neveahs Wolf, der sie sanft mit dem Kopf anstieß.
"Du hast recht ... Kaideon ist noch da." Neveah nickte zustimnd.
"Geh zurück. Es ist schon ein Tag vergangen, du kannst nicht ewig hier drin bleiben ... Verstecken ändert nichts an dem, was passiert ist. Geh raus und stelle dich dem, wie wir es imr getan haben." sagte Neveahs Wolf schließlich durch ihre Verbindung.
Neveah seufzte leise, nickte jedoch zustimnd.
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"Herr narx!" Estelles panische Stim erklang, als sie die Tür aufstieß und in narx’ Quartiere stürmte.
narx’ grimmiger Blick traf sie von dort, wo er neben Neveahs Bett saß, mit einem tödlichen Ausdruck in den Augen.
"Verzeiht in stürmisches Erscheinen, in Herr, aber Ihr müsst schnell komn! Dante und ich waren gerade dabei, die von Lord Everon angeforderten Kräuter zu beschaffen, als wir dutzende magische Fae-Portale unter dem Berg öffnen sahen! Ein Bataillon von Fae-Soldaten unter der Führung des Fae-Königsrates ist auf dem Weg zur Festung!" berichtete Estelle.
"Der Fae-Rat führt Soldaten ins Drachengebiet? Wollen sie etwa ihren Untergang?" fragte narx mit einem Stirnrunzeln.
"Der vereinte Rat wurde ebenfalls vom königlichen Fae-Rat einberufen und befindet sich gerade in der großen Halle und fordert eine Audienz bei seiner Gnaden!"
"Auf der anderen Seite verlangt der Fae-Rat eine Audienz bei Lady Neveah! Die Lords Cassian, Imagor und Dante sind mit der sechsten Schwadron den Berg hinuntergezogen, um sie aufzuhalten!" berichtete Estelle eilig.
"Was wollen sie von Neveah?" fragte narx mit zusamngekniffenen Augen.
"Sie ... sie werfen ihr vor, einer Fae-Prinzessin absichtlich Schaden zufügen zu wollen, weil sie sich weigert, das Band aufzugeben!" enthüllte Estelle bestürzt.
"Was?!" narx zischte.
"Gerüchte haben sich in der ganzen Festung verbreitet! Es heißt, dass die Schuppe ines Herrn die Fae-Prinzessin Adrienne heilen könnte! Jetzt fordern sie, dass in Herr den wahren Bund anerkennt! Sie bestehen darauf, dass Veah die Schuppe abgeben muss, damit sie Adrienne verliehen werden kann!" erklärte Estelle düster.
"Sie provozieren den Tod!" narx zischte wütend, erhob sich und sah mit schrzerfülltem Blick zu Neveah.
"Bleib bei ihr, weiche keinen Milliter von ihrer Seite. Ich werde Dante hierherschicken, und wer auch imr sich Veah nähern will ... tötet ihn sofort." wies narx an, bevor er seine Quartiere stürmisch verließ.
Estelle eilte zu Neveahs Bett, setzte sich, ergriff Neveahs Hand fest.
"Veah ... mach dir keine Sorgen, wir lassen nichts schiefgehen." beruhigte Estelle und wischte Neveahs Stirn mit ihrem Ärl ab.
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