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Die dunkle Energie wogte aus der Schnittwunde in Neveahs Handfläche herauf, schoss durch ihre Adern die ganze Hand entlang und dann wieder hinab. Der Schrz war so, als ob Neveahs rechte Hand lichterloh brannte - unerträglich. Neveahs Hand bebte, während sie versuchte, den Schrz zu verdrängen, aber er verstärkte sich nur umso hr, je hr sie sich ablenken wollte. Sogar schrzhafter als ein gebrochener Rippenknochen oder der Aufprall gegen einen Baum.

"Ein Zeichen dunkler Magie, wie konnte das geschehen?!" brummte narx wütend, zweifellos mit seiner Wut auf Cassian zielend.

"Nein, Narx... sie wissen nichts davon. Niemand wusste es," verteidigte Neveah sich schnell und presste die Worte zwischen fest zusamngebissenen Zähnen hervor. Es war Neveah nicht bewusst gewesen, dass das Blut des Trollgolem in ihrer Wunde eine derartige Auswirkung haben würde. Selbst jetzt konnte Neveah nicht fassen, was hier vor sich ging.

Sie musste nicht lange darüber grübeln. Everon nahm Neveahs Hand in seine und prüfte sie. "Everon, was bedeutet das?" fauchte narx, dabei Neveahs Gewicht auf sich stützend.

"Ich weiß nicht, wie sie damit in Kontakt gekomn ist, aber ein Strang der dunklen Energie des Golems ist in ihren Blutkreislauf gesickert."

"Vorläufig besteht kein Anlass zur Sorge. Ich spüre kein Gift," versicherte Everon.

"Dann kannst du es heilen?" fragte narx erleichtert.

"Das fürchte ich ist etwas, was ich nicht heilen kann. Es wird von selbst verweichen, sobald der Trollgolem getötet wird," offenbarte Everon in ernstem Ton.

narx wollte noch etwas erwidern, doch seine Worte erstarben, als lautes Brüllen den Wald erschütterte und die gespenstische lodie noch lauter wurde.

"Und hier kommt das, was nicht singt," murlte Cassian und trat kampfbereit nach vorne.

Keines dieser Brüllen stammte von dem Trollgolem; das war allen klar. Ihre Gefolgschaft bestand aus hr als nur dunklen Feen und einem Trollgolem. Es war ein vollumfänglicher Angriff und die Drachenfürsten waren bereit.

Dutzende Kobold-Bestien brachen aus dem Waldrand hervor und stürzten sich mit voller Geschwindigkeit auf die Drachenfürsten zu. Ihre abscheulichen Körper waren von der Dunkelheit gut getarnt, aber Neveah konnte sie dennoch klar genug erkennen. Monströse Kreaturen auf zwei Hufen stehend, riesengroß, mit scharfen Hörnern und noch schärferen Zähnen. Diese Bestien waren noch erschreckender als jene, denen Neveah und narx begegnet waren, als sie die Heilpflanze suchten, um Imagors Reiter zu retten.

"Einsatz, ine Herren! Entfacht es!" knurrte Cassian und hob eine Hand, um den Drachen über ihnen seine Anweisungen zu signalisieren.

Die Drachenfürsten waren hr als bereit, dem Befehl Folge zu leisten. Lautes Gebrüll durchdrang den Himl, als ein Feuerregen die erste Welle der Koboldbeastien niederprasselte.

Die Schreie der feurigen Kreaturen hallten gespenstisch durch die Nacht, vermischten sich mit dem grauslichen Ton zu einer unheimlichen Eintracht.

Die Drachenfürsten unten blieben davon unberührt, die drei Drachenfürsten in der Luft schienen alles unter Kontrolle zu haben und formten eine Flamnwand, die die Koboldbestien zurückhielt.

Neveah zuckte unrklich zusamn, der Geruch von brennendem Fleisch stach in ihren empfindlichen Sinnen, und die sengende Hitze des Drachenfeuers war selbst aus der Distanz, in der sie stand, fast unbezwingbar. Natürlich waren die anderen Drachenfürsten davon komplett unbeeindruckt.

Die Flamn erleuchteten die dunkle Nacht und vertrieben die Dunkelheit, die das Lager umfangen hatte, doch die Schatten schlichen sich an die lodernden Flamn heran, im Kampf darum, sie zu verzehren.Die Flamn der Drachenfürsten waren nicht so leicht zu bezwingen und entfachten sich noch heftiger, während Drachen wie ein endloser Strom herabregneten.

"Haltet sie auf!" brüllte Cassian, als weitere koboldartige Wesen aus dem Nichts anstürmten.

Neveahs Aufrksamkeit wurde von der Finesse der Kampfdrachen abgelenkt, als der Schrz wieder einsetzte.

"Hier, das wird gegen die Schrzen helfen." Everon reichte Neveah eine seltsa, gelbe Pille.

Ohne Fragen zu stellen, schluckte Neveah die Pille, imr noch angelehnt an narx, der sie mit besorgtem Blick musterte.

"Mir geht es gut, es ist nichts." versicherte Neveah.

Cassian gesellte sich wieder zu Neveah, nahm ihre Hand und untersuchte das verkohlte Fleisch um die Schnittwunde.

"Ich bin deine geringste Sorge. Der Trollgolem wütet irgendwo da draußen im Wald und wir sind hier vollauf beschäftigt."

"Was auch imr dort draußen ist, es ist in Gefahr, und ihr müsst entsprechend Vorkehrungen treffen." beharrte Neveah.

"Kannst du sagen, wo genau?" fragte Rodvan.

Neveah stöhnte leise und konzentrierte ihre Sinne über den Schrz hinaus.

"Im Norden von hier... dort spüre ich es." sagte sie mit düsterer Stim.

"Decaron ist nicht nach Norden gegangen..." begann Rodvan, wurde jedoch von Cassian unterbrochen, der vor Wut laut zischte.

"Es jagt nicht Decaron, es jagt Jian!" rief Cassian aus.

"Was?!" narx war sofort alarmiert.

"Er ist nicht mit mir ins Lager zurückgekehrt. Jian ist im Wald auf dem Hügel exakt nördlich von hier... und ich konnte ihn auch nicht erreichen, ich dachte, er hätte mich abgeschottet." erklärte Cassian.

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, erhoben sich Kaideon und Rodvan, verwandelten sich in ihre Drachengestalt, schossen in den Himl und verschwanden bald aus dem Blickfeld.

"Und jetzt?" wollte Neveah wissen.

"Decarons Sicherheit und die des jungen Starron-Mädchens und ihres Drachenlords müssen gewährleistet werden, doch der rechtmäßige Platz der Königsgarde ist an der Seite ihres Königs." Da war die einzige Antwort, bevor auch Cassian gen Himl flog.

"Everon wird sich um die Dinge hier kümrn. Du kannst dich entscheiden, ob du mit mir gehst oder hier auf mich wartest. Aber ich muss zu Jian." sagte narx zu Neveah.

"Aber Everon inte, du kannst dich noch nicht verwandeln..." begann Neveah zu protestieren, brach dann aber ab, da sie wusste, dass narx seine Pflichten voranstellte.

"Dann gehen wir zusamn. Wir sind ein Team, Narx... du und ich." erklärte Neveah bestimmt.

narx nickte, trat von Neveah zurück und verwandelte sich schnell. Bald darauf stand ein gewaltiger roter Drache vor Neveah.

Sie zögerte keine Sekunde, kletterte auf narx’ Rücken und mit einem Satz durchstieß er den Himl.

Aber nicht ohne einen Sturzflut von Flamn auf die Kobolde unter ihnen niederregnen zu lassen.

Wie es die Legenden sagten, brannten die lodernden Flamn des rubinroten Bestien heißer als jedes andere Feuer in der riesigen Festung.

Neveah überzeugte sich selbst von dieser Wahrheit, als sie beobachtete, wie alles, was narx’ Flamn berührten, zu Asche zerfiel.

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