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Jian lehnte an einem Felsen, sein Kopf nach hinten geneigt, seine Züge wurden von den Sonnenstrahlen erhellt und seine silbernen Locken schimrten schwach im Sonnenlicht.

Sein Haar war aufgelöst und reichte in chaotischen Strähnen bis zu seinen Schultern.

Nicht weit vor ihm floss ein kleiner Bach, dessen ruhiges Wasser seine nackten Füße umspülte. Seine Stiefel und seine Jacke hatte er zur Seite gelegt.

Er trug eine weite weiße Tunika und Lederhosen, die Ärl seiner Tunika waren mit Armschienen gesichert.

Um seine Taille trug er eine goldene Schärpe, die exakt den Farbton seiner Schuppen hatte.

Nach monatelanger Führung der Flugpatrouille im Auftrag seines Bruders, des Drachenkönigs Asrig - eine Strafe dafür, dass er sich gegen dessen Wünsche aufgelehnt hatte - war Jian erst vor ein paar Stunden zurückgekehrt.

Anstatt sich in der Drachenburg zu lden, war Jian zuerst hierher gekomn und obwohl er wusste, dass das den Zorn seines Bruders entfachen würde, hatte er nicht vor, so bald zurückzukehren.

Die Drachenfestung... die Dynastie seines Bruders, alles widersprach Jians Überzeugungen und wenn er nichts dagegen tun konnte, wollte er lieber nicht Zeuge oder Teil eines solchen Wahnsinns sein.

"Jian... Ich wusste, dass ich dich hier finden würde." Eine vertraute Stim riss Jian aus seinen Gedanken.

"Xenon... Du hast es dir zum Hobby gemacht, mich zu verfolgen, wie ich sehe. Und ich hatte gehofft, du würdest nichts von iner Rückkehr erfahren, damit ich etwas Ruhe haben könnte." murlte Jian mit geschlossenen Augen.

Xenon lachte leise, als er aus dem nahen Wäldchen hervortrat und seine schwarzen Roben hinter ihm im Wind flatterten.

"Muss ich sagen, dass es mir ein Vergnügen ist, dich zurückgeholt zu haben, in Prinz?" Xenon fragte kaum verhohlen amüsiert.

"Gewiss ist es das nicht." grumlte Jian.

"Nun, du siehst wirklich... schrecklich aus. Aber du warst lange genug weg, in Freund." sagte Xenon.

"in Prinz... in Freund... entscheide dich, Xenon. Spiel nicht mit inen Gefühlen, Himl weiß, es hat Monate gedauert, bis der ehrenwerteste Drachengarde ein einziges Gespräch mit dem störrischen und illoyalen Drachenprinzen führen konnte."

"Im Nachhinein hätte ich mich nicht bemüht, hätte ich gewusst, dass du solche Proble machst." sagte Jian spöttisch.

"Kein größeres Problem als du selbst, in Freund. Dein Bruder hat mich geschickt dich zu holen... zu denken, dass er glaubt jetzt Befehle mir erteilen zu können." sagte Xenon und nahm neben Jian Platz.

"Asrig ist Drachenkönig, der Schöpfer helfe dir, falls jemand deine Worte hört... du wirst hängen, Xenon." warnte Jian halbherzig.

"Und du würdest das zulassen?" Xenon fragte mit hochgezogener Augenbraue.

"Ich müsste nicht... in Bruder würde es als Aufgabe ansehen, dich loszuwerden." antwortete Jian mit einem Schulterzucken.

"Stimmt ja... Ich bin Xenon, der schwarze Drache des größten Clans der Drachenkrieger. Mich zu töten, wäre wirklich eine Aufgabe." stimmte Xenon zu.

"Aber du weichst iner Frage aus, Jian. Würdest du zusehen, wie es passiert? Zusehen, wie dein Bruder inen Kopf auf einen Spieß steckt für alle sichtbar?" fragte Xenon erneut.

"Ich widerspreche ihm und Asrig schickt mich als Strafe fort."

"Dieses Mal war es zur kriegerischen Grenze von Runderloc, wo die Trolle wüten und unsere Festungen angreifen. Das nächste Mal... könnte es in Kopf am Spieß sein." sagte Jian mit dunkler Stim.

"Dein Bruder ist ein jämrlicher Bastard, das ist sicher... trotzdem, du weichst iner Frage aus." beharrte Xenon.

"Was willst du dann von mir hören? Dass ich die verfluchte Festung stürzen würde, wenn Asrig einen der inen berührt?! Dass ich inen eigenen Bruder in Stücke reißen würde, um inen engsten Freund zu retten, und das ohne zu zögern?!" fauchte Jian.

"Da... das ist der Drachenprinz, den ich kenne. Nicht der Sturkopf, der gerade noch in Selbstmitleid ertrinkt. Das ist, wer du bist, Jian... ein nobler und ehrenhafter Mann." erinnerte Xenon mit einem leisen Lachen.

"Dein Bruder hat mir einen Platz in der königlichen Garde angeboten." sagte Xenon nach einer Weile der Stille.

Jian warf Xenon einen Blick zu und zog eine Augenbraue hoch.

"Viele würden das als eine große Ehre betrachten." stellte Jian fest.

"Er kann seine Ehre in seinen Tyrannenarsch stecken!" schimpfte Xenon und rollte mit den Augen.

"Und du hast sein Angebot abgelehnt... in diesen Worten?" fragte Jian belustigt.

"Einfach nein war das beste, was ich aufbringen konnte... es war entweder das oder dies." antwortete Xenon.

"in Bruder mag es nicht, abgewiesen zu werden, er wird sicherlich einen Groll hegen und bei der geringsten Gelegenheit an dir rächen." warnte Jian besorgt.

"Nun, ich habe nicht vor, sein zartes Ego zu pflegen, und ich kenne seine Kleinlichkeit sehr gut."

"Aber ine Haltung bleibt unverändert. Ich werde das nur einmal sagen, Jian. Ich schwöre nur einem König einen Blutschwur... und das ist Jian von den Goldenen Schuppen." klärte Xenon.

"Ich bin kein König, Xenon, und ich werde nie einer sein. Die Gesetze unserer Art begünstigen die Erstgeburt, deshalb ist Asrig rechtmäßiger Nachfolger." murlte Jian leise.

"Und ist seine Dynastie rechtmäßig? Seine Gesetze, die jeden, der nicht zur Drachenart gehört, in Ketten legen?! Unschuldige nschen zur Unterwerfung zwingen?! Kriegsgefangene versklaven?!"

"Dein Bruder verbreitet die Tyrannei, die wir erlitten haben! Und glaub mir, eines Tages werden sich die Leute erheben, so wie wir es getan haben!"

"Kein unschuldiger Mann verdient es, in Ketten zu leben, Jian. Kein Volk verdient Sklaverei! Nicht mal eins!"

"Und mach keinen Fehler, du wirst König sein, in Freund. Du wirst das großartige und noble Reich, das dein Vater aufgebaut hat, wiederherstellen und ich werde in allem an deiner Seite sein."

"Also nein, ich werde deinem Bruder keinen Treueid schwören. ine Loyalität gehört dir, ob du sie willst oder nicht! Und wenn du sie nicht willst... dann fessel mich." fauchte Xenon, während er aufstand.

"Xenon, warte..." rief Jian, bevor Xenon wütend davonlaufen konnte.

"Deine Loyalität... Ich werde sie annehn und auch deinen Eid, wenn die Zeit reif ist. Außerdem... Handschellen würden dir furchtbar stehen." beendete Jian mit einem leisen Kichern.

~~~~~~~~~~

Der Aufzug stoppte auf halber Strecke und Jian blieb darin stehen, die Ar vor der Brust verschränkt und die Augen geschlossen, während seine Erinnerungen in den Hintergrund traten.

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